Alentejo

Alentejo

Kulinarisch genießen


Zum krönenden Abschluss noch etwas Süsses

Im Alentejo versteht man sich aufs Essen und Trinken. Die Ess- und Trinkkultur ist unauflöslich mit Geselligkeit, Gastfreundschaft und Festlichkeiten verbunden. Es heißt, dass im Hause eines wahren Alentejaners, sei er arm oder reich, der Tisch jederzeit gedeckt ist. Dass dies der Wahrheit entspricht, erhöht den Reiz dieser kulinarischen Entdeckungsreise um einiges. Auch wenn die Qualität der kulinarischen Spezialitäten und der Weine immer mehr Besucher anlockt, gehören diese weiterhin  – Gott sei Dank – zu dem ganz normalen Alltag der Gegend. Deshalb können wir Ihnen nur empfehlen, sich für ein paar Tage als  Bewohner des Alentejo zu fühlen!

Am Ende unserer kulinarischen Reise stehen die Süßigkeiten, die einen besonderen Höhepunkt der regionalen Gastronomie darstellen. Ihre Anhänger werden sich etwas zurückhalten müssen, denn das Angebot ist riesig. Jeder Ort hat seine Spezialitäten, zu denen noch die kunstvollen Klosterrezepte kommen.

Der Alentejo kann in diesem Bereich auf eine lange Tradition zurückblicken. Araber und Juden brachten auf dem Landweg die nötigen Gewürze, die in späteren Zeiten mit den Schiffen kamen wie der Zimt, der in vielen traditionellen Süßspeisen Verwendung findet.

Die schöpferische Phantasie kennt keine Grenzen und so wurde im Laufe der Zeit von Arm und Reich ein umfangreicher Schatz an wundervollen Rezepten zusammengetragen, die jede Festlichkeit aber auch den grauen Alltag ein wenig versüßen.

Überall im Alentejo findet man Kuchen aus Hefeteig, die in demselben Ofen gebacken werden, wie das Brot, die „Nógados", kleine mit Honig überzogene Süßigkeiten, die „Filhós", in Fett ausgebackene Krapfen, verschiedene Hefekuchen, Osterkuchen oder Weihnachtsgebäck mit einer Kürbis- oder Kichererbsenfüllung. Daneben hat noch jeder Ort seine eigenen Spezialitäten zu bieten.

Ein beachtlicher Teil der besonders geschätzten Kuchen und Süßigkeiten hat ihren Ursprung in Klöstern. Die Zutaten dieser Köstlichkeiten sind leicht zu finden. Man benötigt lediglich Zucker, Eier in großen Mengen, Brot, Milch, Käse, Frischkäse, Zimt, Mandeln, Kürbis und wenig mehr. Ihre Herstellung verlangt  eigentlich kein großes Können. Zur Perfektion werden es dabei aber nur die wenigsten bringen, denn dazu müsste man die von Generation zu Generation weitergegebenen, streng gehüteten Geheimnisse der wahren Meister kennen.

Eine gute Nachricht für Liebhaber von süßen Genüssen ist die Tatsache, dass  Klostersüßigkeiten inzwischen unbestritten als Kulturerbe angesehen werden und deshalb auch mehr Verbreitung finden. Man ist nicht mehr auf Großmütter und Tanten von Freunden und Bekannten angewiesen, die ihre Besucher mit  meisterhaft zubereiteten Köstlichkeiten verwöhnen. Man findet sie seit jeher auf den Speisekarten guter Restaurants, aber inzwischen eben auch in Konditoreien, die sich auf die Herstellung von Süßigkeiten nach überlieferten Klosterrezepten spezialisiert haben. Man kann sie im Ganzen oder in Stücken kaufen und so den Nachmittagskaffee zu einem himmlischen Vergnügen werden lassen.

Im Folgenden haben wir Ihnen eine kleine Auswahl an empfehlenswerten Spezialitäten der Region zusammengestellt:

Boleimas de Maçã (Hefekuchen mit Äpfeln) in Castelo de Vide; Sericaia com ameixas (Eiercreme mit Milch, Zimt und getrockneten Pflaumen) in Elvas;
Rebuçados de Ovos (kleine Süßigkeiten aus Eigelb und Mandeln) und Pastéis de Santa Clara (kleine, dreieckige Kuchen mit einer Mandel-Kartoffelfüllung) in Portalegre; Doce Dourado (Creme aus Eigelb, Zimt und Brot) in  Borba; Pastéis de Toucinho (kleine süße Speckkuchen) in Arraiolos; Queijinhos do Céu (kleine marzipanähnliche Süßigkeiten) in Mora; Morgado und Pão de Rala (zwei sehr aufwändige Süßspeisen mit sehr viel  Eigelb, Mandeln und Kürbismarmelade) in Évora; Encharcada (Creme mit Eigelb und Zimt) und Bolo Rançoso (Eigelb, Mandeln und Kürbismarmelade) in Moura; Conde de Alcáçovas (mit einer Eiweißhaube und Eiercreme verzierter Kuchen) in Alcáçovas; Porquinho Doce (aus einer marzipanähnlichen Masse hergestellte Süßigkeit in Form eines Schweinchens) und Queijo Conventual (Süßigkeit, die viel Eigelb, Mandeln und Kürbismarmelade enthält) in Beja;

Queijadas de Requeijão (aus Frischkäse hergestellte kleine Kuchen) in Serpa; Bolo Chibo (Honigkuchen) in Almodovar; Pinhoadas ( kleine Süßigkeiten aus Pinienkernen und Honig) in Alcácer do Sal; Bolo de Torresmos (Kuchen mit Schweinegrieben und Zimt) in Grândola; Alcomonias (Gebäck mit Pinienkernen) in Santiago do Cacém; Areias (kleine Süßigkeiten mit Eigelb, Mandeln und Kürbisfüllung, die in buntes Seidenpapier gewickelt werden) und Vasquinhos (kleine nach Vasco da Gama benannte Mandelkuchen) in Sines;

Die Liste wäre endlos fortzusetzen, denn das Angebot ist ungeheuer groß und vielseitig. Ein Getränk als Begleitung sollte allerdings auch nicht fehlen. Wie wäre es mit einem Dessertwein oder einem exzellenten, nach volkstümlichen oder nach klösterlichen Rezepturen hergestellten Likör? 

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